How do you measure a year?


Ich messe mein Jahr anhand der positiven Erinnerungen, die ich gesammelt habe. Ich werde mich nicht an die Momente erinnern, in denen es mir schlecht ging, aber an die, in denen ich vor Freude hätte weinen können. Schlechte Tage werden wir immer haben, aber so richtig tolle sind selten. Es gibt noch die Tage dazwischen, die unser Gehirn unter 'Normalität' abspeichert. Nicht schlecht, aber auch nicht Luftsprung-würdig. Lernt sie zu schätzen.
Denn wir neigen dazu, zu vergessen. Uns von einzelnen Launen so mitreißen zu lassen, dass wir  alles um uns herum ausblenden. Ich fotografiere und schreibe alles auf was mir begegnet, was mir durch den Kopf geht. Dennoch werde ich niemals alles behalten können. Das ist okay, solange wir das Große und Ganze nicht aus den Augen verlieren.

Ich habe in den vergangenen drei Wochen ein Praktikum beim Wolfenbütteler Schaufenster (aka der hammergeilsten Lokalzeitung on earth) gemacht. Ich habe unter anderem gelernt, dass man nicht 'letztes Jahr', sondern 'vergangenes Jahr' schreibt. Denn das 'letzte Jahr' geht davon aus, dass danach keins mehr folgt. Das fand ich lustig. Und es befriedigt meine Sucht, Menschen über zunächst überflüssig erscheinende Dinge zu informieren. Denn das macht wirklich Sinn! 
Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, die mir geholfen, Dinge erklärt und mich auf meinem Weg ein ganzes Stück weiter gebracht haben. Danke nochmal dafür! Ich habe mich riesig gefreut, als mein erster Artikel in der Zeitung erschien, auch wenn es im Grunde genommen nur ein paar Zeilen über das Wetter waren (ich habe es geschafft, das Wort 'Schokolade' unterzubringen, Lebensziel erreicht würde ich sagen). Jeden weiteren Artikel habe ich stolz wie Oskar (nichts gegen Oskar) meinen Freunden und meiner Familie aufgezwungen, obwohl ich oft über... sekundär wichtige Dinge geschrieben habe.  Ich habe mit Menschen diskutiert, nachgefragt und recherchiert. Alles in allem habe ich herausgefunden, dass Journalismus, Print oder Internet, Foto oder Video, sein oder nicht sein, genau das ist, was ich machen möchte. Bis jetzt. Ich teile mich, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, gerne Leuten mit. 

Denn am Ende wird man nicht den Menschen gedenken, die man nicht gemocht hat, sondern denjenigen, die einen durch ihre Liebe geprägt und verändert haben. Die Leute in unserem Leben machen uns zu dem was wir sind, aber sie müssen auch die daraus folgende Verantwortung tragen und mit den Konsequenzen leben. 

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Kommentare:

  1. Ich war zwar erst einmal dort, aber ich finde, dass Wolfenbüttel eine wundervolle Stadt ist, bestimmt ist das Wolfenbütteler Schaufenster mindestens genauso toll...
    Nachdem du ein Journalismus Praktikum gemacht hast, was würdest du sagen, sind die wichtigsten Eigenschaften, die man für einen Beruf in dieser Richtung braucht?
    Deine Bilder sind übrigens toll!
    Liebe Grüße
    Julia

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  2. das mit dem "das große ganze" und "alles aufschreiben", die richtige lebenseinstellung. so hab ich auch früher gedacht, und ich denke es war genau richtig und gut so.
    hab auch mal in dem sommerferien so ein praktikum (landeszeitung lüneburg, niedersachsens bestes tageblatt, ganzaußer frage! :p) gemacht und da gibts ja das sommerloch dann und da gibts durchaus wiederum sinnlose informationen ;) hauptsache blatt wird iwie voll!^^
    gott segne dich übrigens für die "schokoladen"-aktion! beste :)
    das klingt übrigens alles verdammt bodenständig und hat absolut das potential für diesen weg! (egal ob bild oder schrift :))

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  3. Lena einfach nur wunderschön ! ♥

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  4. Wie schön! Die Stimmung ist einfach super. <3

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